Bei meinem Besuch in der deutschen Lehranstalt für Agrartechnik in Nienburg war ein irrer Spaß. Abgesehen von der Odyssee mit dem iBook G4 (14″. 1GHz PowerPC) dort irgendwo ins Internet zu kommen. Der erste Versuch war, mit dem Handy online zu gehen. Blöderweise hatte ich meinen Bluetooth-Stick zuhause liegen gelassen. Narf! Naja, es gibt ja noch genug Wege online zu kommen.
Dann halt der Versuch per Datenkabel ins UMTS Netz zu kommen. Das hat irgendwie mit OSX nie funktioniert. Ab in den VirtualPC. I386 auf PPC emuliert. Schnarch… Natürlich keine Treiber dabei. War klar! Ab das Handy in die Hand und auf ins Miniatur-Web. 3 Treiber geladen, rumprobiert, nix funktioniert. Stöhn!
Andere Idee. Ander DEULA gibt es WLAN. Nach kurzer Beobachtung stellte sich heraus dass dort der MAC-Filter die Sicherheit regelt. Hah! Klingt doch leicht… Nach 15 Minuten Beobachtung, nur Beacons… Keiner da… Das kommt davon, wenn man nen Tag früher ankommt, als der Rest der Schule. Ab ins Sekretariat. Dort sitzt die 70 Jahre alte Aushilfe, die nicht mal weiß wie man Computer schreiben kann. “Ja, wir haben da so Dinger, damit kommt man in das Internet…” Prima! Her damit. Sie reicht mit eine PCMCIA-Karte. Was solls… Die MAC abschreiben, auf das Interface setzen, und los geht es… 10 Euro Pfand da gelassen, eine neue Runde beginnt.
Wieder auf der Stube. Der Blick auf den Karton. “NETGEAR 54MBIT WIFI PCMCIA”. Ohoh… Schnell ne root-Shell auf. Schon wird die Freude wieder gebremst. OSX hat in irgendeinem Patch das Faken von MACs auf dem drahtlosen Netz verlernt. Und die Kiste hat kein PCMCIA. Boah! Wieder 2 Etagen runter, durch die Glastür. Jetzt wird der dumme gespielt. Unter allem WLAN-Karten-Gedröhns versteckt sich noch ein USB-WLAN-Stick. We’re save! In die Tasche damit, und wieder auf das gute Zimmer. Auch NETGEAR. 0% Chance das OSX damit was anfangen kann. Und so war es dann auch. Wieder rein in die Virtuelle Maschine. (Die sich anfühlt wie nen 486er… Was soll’s. Zum routen ins Wirtssystem wird es reichen…)
Die Treiber CD ins Laufwerk und dem Plug’n'Play zugeschaut. Auf der CD sind natürlich keine einzelnen Treiber, sondern nur ein Softwarepaket mit Tools, die man installieren soll. Klingt ja eigentlich zu einfach. Nach 98% kommt der Fehler. “Das Setup wird jetzt einen Windows XP Hotfix #123456 herunter laden. Stellen Sie sicher dass eine Onlineverbindung besteht!”
Ich traue meinen Augen nicht. Ein lauter Schrei “OH NEIN! WAS SOLL DAS DENN?” schallt in den Hof. Schnell die 3MB per Handy gesaugt und per SD-Speicherkarte zum Computer gebracht. (Alles andere klappt nicht…) 100%. Meine Augen blitzen. Eine Dialogbox mit Ausrufezeichen kommt. Sie teilt mir, dass Treiber und Tools erst mit Servicepack 2 funktionieren. Mir wird angeboten das Update herunterzuladen. Auf der CD sind noch 500MB Platz. WARUM fehlt dann das Service Pack auf der CD. *UHRG!* Die Kinnlade fällt. Die gute Frau hinter der Glastür kann natürlich auch nicht helfen. „Ich kann ihnen doch nicht einfach so was runterladen, oder sie hier an den Rechner lassen…“ Ja klar, nachher explodiert er…. Dead End… Auf den ersten Blick.
Da kommt mein Lehrgangskollege. Auch ein Nerd. Glücksgriff. Ubuntu auf der Hacke. Auch kein MAC-Faking, auch keine Treiber für den USB Stick. Stöhn! Warum auch…
Letzte Change. Treiber hacken. Die 2 Semester GDB, Disassembler und PPC-ASM-Entwickeln lassen das ganze wie einen Spaziergang erscheinen.


Dazu gibt es gleich einen eigenen Beitrag, um die Erkenntnis in die Zukunft zu retten. Mit dem neuen Kernel-Modul gings dann direkt ins WLAN. Der Fest verdrahteten MAC sei Dank. Warum nicht gleich so…