Die StudiVZ-Bude ist so ein Sauhaufen. Das muss ich nochmal erwaehnen. Wie ihr alle vielleicht schon erfahren hat, erneuert das StudiVZ ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Ihr duerft alle auf die Einführung personalisierter Werbung gefasst machen. Und das nicht nur auf den Webseiten (was ja mit ADBlock ausblendbar waere), sondern auch per SMS und Instant Messenger. Der Knaller!
Die neuen Bedingungen werden von dem Unternehmen derzeit per E-Mail verschickt und sind noch nicht online einsehbar. Immerhin ist schon eine FAQ zu den Neuregelungen online, mit der die Firmengründer Bedenken zerstreuen wollen: “Mit den neuen AGB schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass StudiVZ auch zukünftig kostenfrei bleibt. Hierfür ermöglichen die neuen AGB den Einsatz von aktuellen Werbeformen, die auf anderen Websites und Plattformen bereits zum Standard gehören“, versichern Dennis Bemmann und Michael Brehm.
Im August hat Marcus Rieke (ehemaliger eBay Manager) die Leitung uebernommen um das junge Unternehmen PROFITABEL zu machen. WTF?
Dies will Riecke nun offenbar mit der Vermarktung neuer Werbeformen ändern. Welche Werbeformen das genau sind, offenbart erst ein Blick in die “Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten“. Unter Punkt 6 lässt sich das Unternehmen zusichern, die Werbung auch auf anderen Wegen als über die Plattform selbst zu den Studenten zu bringen. So wird explizit auch die Nutzung der bei StudiVZ hinterlegten Handy-Nummer und Instant-Messenger-Adressen zum Werbeversand freigegeben. Wer damit nicht einverstanden ist, kann die Nutzung in seinen Datenschutzeinstellungen deaktivieren – ein klassisches Opt-Out-Verfahren.
Da freut man sich doch! Die Daten werden weiter gegeben, und dann kann man den Haken anklicken, das sie doch nicht weiter gegeben werden sollten. Und die Daten werden dann auch sofort zurueckgenommen oder zur weiteren Verwendung gesperrt. Klar! Zu Spaet!
Anstatt die Kenntnisnahme der neuen Regeln nach einer gewissen Zeit vorauszusetzen, verlangt StudiVZ jetzt eine explizite Zustimmung zu den neuen Regeln, mit der etwa die Nutzung der Profildaten zum Werbeversand automatisch aktiviert werden und erst anschließend wieder deaktiviert werden können. Wer allerdings bis zum 9. Januar nicht sein O. K. zu den Änderungen gibt, wird auf der Plattform gesperrt. Die anderen Mitglieder können das Profil weiter besuchen, Pinnwandeinträge hinterlassen oder dem gesperrten Mitglied Nachrichten schreiben. Das betroffene Mitglied hat erst dann wieder Zugriff auf seine persönlichen Daten, wenn es den neuen AGB und Datenschutzregelungen zugestimmt hat.
UND, wenn das noch nicht reicht, dann gibt der Teil hier dem ganzen die Krone:
Auffällig ist auch der Punkt 3.3 der neuen AGB. Anders als bisher wird den Teilnehmern nicht mehr das Recht eingeräumt, die Daten bei StudiVZ löschen zu lassen. Das Unternehmen versichert nur, dass die persönlichen Daten nicht mehr über die StudiVZ-Plattform einsehbar sind.
Gute Nacht StudiVZ. Und viel Spass mit den ganzen IdiotenMitglieder die Dir ab dem 9. Januar ihre personenbezogenen Daten schenken, damit DU endlich PROFITABEL wirst.




