Die ganze Todesstrafe-Geschichte beginnt einen üblen Nachgeschmack zu bekommen.
Lt. Wikipedia (mag als mehr oder weniger richtig sein) wird als normale “Todesspritze” ein Cocktail aus Thiopental (auch Trapanal® genannt), Kaliumchlorid und einem Muskelrelaxans verabreicht.
- Thiopental ist ein kurz wirksames Hypnotikum. Es wirkt in 5-10 Sekunden, und die Wirkungsdauer beträgt 5-15 Minuten.
- Kaliumchlorid ist ein Salz, welches man auch als Dünger und Geschmacksverstärker (E 508) verwendet. Verabreicht man es einem Menschen in höherer Konzentration bringt es den Kaliumchloridspiegel des menschlichen Körpers durcheinander. Dies führt zu Herzrhythmusstörungen und zum Tode.
Wie läuft der Spaß also ab? Man erzeugt eine Bewusstlosigkeit (mittels Thiopental), lähmt u.a. die Atemmuskeln mittels eines Muskelrelaxans (man erstickt) und depolarisiert dann den Herzmuskel. Dieses führt zum Herzstillstand. Ende.
Warum erzähle ich euch das? In den ersten Aussagen, die zu dieser Panne frei wurden, behauptete man, dass der Grund für diesen Ausgang der Situation, eine Lebererkrankung des Delinquenten gewesen wäre. Verschwörungspläne und ähnliches bitte bei FeFe abladen. Was hat nun die Leber mit der Geschichte zutun? Gute Frage… Die Leber, als “Müllverbrennungsanlage” des Körpers, hat die Aufgabe Bestandteile des Blutes zu verstoffwechseln und kann bei solch einer Geschichte höchstens noch mehr geschädigt werden. Und das ist bei einer Todesstrafe jawohl total irrelevant.
Das Häftlinge bei der Durchführung dieser Prozedur aufgewacht sind, oder die Dosis der todbringenden Mixtur zu gering ermittelt wurde ist schon viel zu oft vorgekommen. Wie kann man so was zu gering dosieren? Wie kann man sowas überhaupt zu gering dosieren…? Was hat man zu verlieren? Vielleicht Leberversagen und dadurch den Tod? Bleibende Körperschäden? Es grenzt also schon an Fahrlässigkeit wenn so was vorkommt.
Und es sind schon Leute für viel weniger hingerichtet worden, als durch das qualvolle toten eines Menschen, wenn es unnötig gewesen wäre.


